Am Montag, den 28. 06. 2010, wurde der Ausleger gezogen und montiert. Um damit beginnen zu können, mussten umfangreiche Vorarbeiten durchgeführt werden.

Die Motoren und Bremsen der Antriebe im Maschinenhaus waren schon recht früh überholt worden. Nachdem jetzt die neuen Seile eingezogen waren, die Buchsen der Haltebolzen mit den Sicherungshaltern vorbereitet und die Elektrik geprüft wurden, konnte die Aktion beginnen. Eine richtige Funktionsprüfung unter Last war natürlich erst am Ende möglich.

Ausl_1Ausl_2Ausl_3Nachdem der große Autokran seine richtige Position hatte und das Stromaggregat für den notwendigen Kraftstrom angeschlossen war, konnte man beginnen. Der Autokran musste noch durch die Aufnahme von Kontergewichten auf seine schwere Arbeit vorbereitet werden. Roland Remstädt dirigierte den Kranfahrer und seine Männer durch Handzeichen, damit jeder immer wusste, was er zu tun hatte.

Ausl_4Ausl_5Ausl_6Die Haltegurte am Ausleger mussten genau an der richtigen Stelle montiert werden, damit er beim Anheben stabil in der Waage bleibt. Nach der dritten Korrektur war die richtige Position gefunden und der schwere Ausleger schwebte am Haken des Autokrans. Jetzt konnten noch die letzten Malerarbeiten durchgeführt werden, bevor die Montageposition erreicht wurde.

Ausl_7Ausl_8Ausl_9Die Buchsen am Ausleger und am Kran mussten deckungsgleich sein, um die Haltebolzen einsetzen zu können und zu sichern. Dieser Vorgang erforderte viel “Dirigentenarbeit” von Roland Remstädt und Fingerspitzengefühl des Kranfahrers. Hin und wieder musste mit einem Seil am Auslegerkopf korrigiert werden. Vorhammer und andere Hilfsmittel waren nötig bis alles passte und wieder zusammen montiert war.

Ausl_10Ausl_11Ausl_12Ausl_13Ausl_14Ausl_17Ausl_18Jetzt kam der spannendste Moment. Der Ausleger hing noch sicher am Haken, aber er sollte jetzt aus eigener Kraft über seine Motoren und Antriebe agieren. Den notwendigen Kraftstrom erhielt er über das Aggregat.

Das Hoch- und Runterfahren klappte und auch die Bremsen hielten den Ausleger sicher bis auch die Haltegurte entfern waren, der Autokran seinen Teleskoparm einfuhr und der Kran wie selbstverständlich den Ausleger weiter hochzog. Es war wie eine Wiedergeburt – ein tolles Gefühl!

Ausl_20Jetzt sieht unser Mulch-Kran wieder aus wie ein Kran und alle freuen sich auf das Richtfest am Montag, den 05. 07. 2010, um 11.00 Uhr. Dann wird an einem kleinen Haken der Richtkranz hängen, bis der große Haken gezogen wird und alles wieder komplett ist!

S+G_2Wenn es die Situation erfordert, wird nicht nur geschliffen, gemalt und geschweißt, sondern auch mal ein wenig gefeiert und Torte gegessen.

Unser Praktikant Gregor Hackensellner hatte seinen letzten Tag am Kran. Sein Praktikum lief aus und die Kollegen und Vertreter der KulturWerkstatt kamen zusammen, um bei Kaffee und Torte ein wenig Abschied zu feiern.

Lieber Gregor, danke für die geleistete Arbeit – wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei Siegfried “Siggi” Wandt bedanken, der lange Zeit die Schweißarbeiten am Kran durchgeführt hat und jetzt etwas Neues machen wird.

S+G_1Antrieb_2Die Arbeit geht weiter und als nächstes mussten die Fahrschemel überholt werden. Sie wurden entrostet, gangbar gemacht und natürlich in sattem Mulchgelb gestrichen. Aus eigener Kraft wird der Kran allerdings in Zukunft nicht mehr fahren können, lediglich durch ziehen oder schieben lässt sich seine Position noch verändern. Das ist auch notwendig, denn sein endgültiger Standort steht noch nicht fest.

Antrieb_1Antrieb_3Antrieb_5Antrieb_6Nachdem alles wieder zusammen gebaut ist, werden die Antriebsschemel auf den Schienen festgesetzt, um nicht gewollte Bewegungen zu verhindern.

Mit vereinten Kräften gehen Roland Remstädt und seine Mitarbeiter  jetzt in den Endspurt.

Vorbereitungen

In dem Artikel “Kunst–Aktion am Kran” habe ich ja schon von den ersten Schritten berichtet. Nachdem einige organisatorische und rechtliche Bedenken ausgeräumt waren, konnten Klaus Elle und Günter Pagel mit den künstlerischen und handwerklichen Vorbereitungen beginnen. Klaus Elle hatte seine Idee in Form einer Skizze zu Papier gebracht und Günter Pagel setzte diese Schritt für Schritt um.

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Ursprünglich sollten die Plastiken direkt am Kran entstehen, aber nicht alle notwendigen Arbeiten konnten dort auch durchgeführt werden. Darum mussten die Grundelemente jeweils in der Werkstatt von Günter Pagel in Moorburg entstehen. Dabei zeigte sich auch, dass ein Kunstwerk auch nicht bis ins Detail vorgeplant werden kann. Während der Arbeit kommen neue Ideen und schon fertig gestellte Teile müssen wieder geändert werden. Bei der Plastik “Gewächshaus”  wurde das Dach wieder abgetrennt, um es nach oben zu öffnen. Die vorhandenen alten Schäkel des Krans inspirierten Klaus Elle dazu, sie als Blüten auf die herauswachsenden Rohre zu setzen. Die Endstücke der Stahlseile wurden aufgefächert und der florale Charakter dadurch noch deutlicher.

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Auch ein Kunstwerk sollte in der Waage sein und so ist die magnetische Wasserwaage bei Stahlarbeiten ein unerlässliches Werkzeug und Hilfsmittel. Natürlich muss auch die Statik stimmen und die Schweißarbeiten müssen fachgerecht durchgeführt werden.

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In der Werkstatt von Günter Pagel wurde auch unser kleiner Spendenkran entwickelt und gebaut, der während des Binnenhafenfestes am großen Kran zum Einsatz kam.

Auf dem Binnenhafenfest 2010

Bevor ich über das Fest berichte möchte ich mich bei den Organisatoren und allen Mitarbeitern der KulturWerkstatt Harburg für die Unterstützung und Hilfe bei der Arbeit unserer Krangruppe bedanken. Ich finde, es hat alles super geklappt! Alle haben viel Zeit und Knowhow in die Vorbereitungen und die Durchführung investiert, um das 10-jährige Binnenhafenfest gebührend zu präsentieren. Standesgemäß war dieses Jahr auch das Wetter – strahlender Sonnenschein und somit kamen viele Besucher mit viel guter Laune.

Am Freitag, den 04. Juni 2010, hat Günter Pagel die vorbereiteten Plastiken mit seinem LKW zum Kran gefahren und abgeladen. Klaus Elle und seine Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um alles sicher auf den Boden zu bekommen.

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Fest4Fest5Fest7Fest12

Zeitgleich war auch der Schriftenmaler Axel Remke gekommen, um die noch fehlende Ziffer 3 auf zu malen, denn dieser Kran war ursprünglich der Mulch-Kran Nr. 3.

Natürlich wollten wir unseren Kran während des Festes auch den Besuchern angemessen präsentieren. Nicht nur mit der Kunst-Aktion, sondern auch mit Informationen in Wort und Bild zur Vergangenheit und zur Zukunft des Krans. Hierbei war uns Harald Valentiner eine große Hilfe. Als ehemaliger Lokomotivführer hat er großes technisches Interesse und hat sich akribisch auf unsere Aktion vorbereitet. So konnte er auf viele Fragen der Besucher umfassend Auskunft geben. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die gute Mitarbeit.

Fest15Fest13Fest17Fest18Fest19Neben dem Bauzaun, direkt am Kran-Portal konnten wir unseren Infostand aufbauen. Tisch und Bänke sowie Fotos im Hintergrund am Zaun aus der Zeit, als noch Schüttgut von der Firma Mulch verladen wurde, und eine Dokumentation der Restaurierung und Ideen zur zukünftigen kulturellen Nutzung. Auf dem Hafenfestgelände konnten wir noch einige Plakate platzieren, die auf die Kran-Aktion aufmerksam machen sollten.

Pünktlich zum Festbeginn war unser kleiner Spendenkran fertig und Roland Remstädt wollte als erster Spender seinen Beitrag leisten. Der “Kleine” kam dann zu dem “Großen” und stand als Blickfang und “Animateur” auf unserem Infotisch. Die Kran-Becher wurden natürlich auch präsentiert und verkauft, um zusammen mit dem Spendenkran den Kontostand zur weiteren Restauriereung etwas aufzubessern.

Auch Frau Hanne-Lore Mulch ist natürlich zu Ihrem alten/neuen Kran gekommen und ließ es sich nicht nehmen, den kleinen Kran zu füttern! Sie freute sich über den sichtbaren Arbeitsfortschritt und schaute sich unsere Fotodokumentation sehr aufmerksam an.

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Die Kunst-Aktion fand reges Interesse. Klaus Elle und Günter Pagel arbeiteten vor Ort und vor den Zuschauern weiter an Ihren Plastiken, um sie am Sonntag endgültig zu präsentieren. Wie man sieht, braucht auch ein Künstler mal eine schöpferische Pause.

Fest36Fest24Fest29Fest33Die putzigen Feuerwehrleute von Günter Pagel spielten derweil Fußball, solange kein Einsatz notwendig wurde. Aber dafür waren ja auch die anderen großen und kleinen Feuerwehrleute zuständig!

Die Motive unserer zahlreichen Spender und Kran-Becher Sponsoren waren vielfältig, wie wir aus den Gesprächen mit ihnen heraushören konnten. Neben technischem Interesse und Anerkennung der geleisteten Arbeit, waren auch viele Erinnerungen mit diesem Kran verknüpft. Ein ehemaliger Harburger kaufte gleich vier Becher für seine Familie, weil er als Junge in der Blohmstraße aufgewachsen ist. Von den Fenstern der damaligen Wohnung hatte er täglich den Kran vor Augen und heute freut er sich über die gelungene Restaurierung und den Erhalt des Krans als Kultur-Denkmal.

Die Veranstalter wiederum freuten sich über das tolle Wetter und ein gelungenes Fest, die Krangruppe über viele interessante Gespräche und ein ansehnliches Spendenergebnis. Die zahlreichen Besucher haben hoffentlich gute Erinnerungen an viel Spaß und gute Laune auf dem Binnenhafenfest 2010.

Zum Schluss noch ein paar Impressionen vom Kran, zum Kran und um den Kran herum.

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Zum 10. Harburger Binnenhafenfest, am 05. und 06. Juni 2010, wollen wir mit einer Kunst-Aktion am Kran alle Besucher auf dieses für Harburg wichtige Kulturdenkmal aufmerksam machen.

Aus dem Restmaterial der Kran-Restauration wird an diesen beiden Tagen vor Ort ein Kunstwerk mit einem besonderen Bezug zum Thema Hafenkultur – Kulturhafen entstehen und jeder kann dabei zuschauen.

Elle_1Der Harburger Künstler Klaus Elle wird diese Aktion zusammen mit  Günter Pagel, Zaun- und Metallbau, aus Moorburg durchführen. Beide haben sich vor einiger Zeit zusammen mit Roland Remstädt vor Ort die restlichen Stahlplatten, Stahlseile und Profile angesehen. Klaus Elle hatte seinen Skizzenblock unter dem Arm, dort waren schon einige sehr schöne Ideen skizziert.

Doch nicht nur die Ideen des Künstlers werden unsere Aufmerksamkeit haben, auch die Elle_2handwerkliche Umsetzung wird eine sehenswerte Aktion sein!

Mit einem Plasmaschneider werden die Einzelteile in Form gebracht und dann mit dem Schweißgerät zusammen gefügt. Jedesmal entstehen dabei helle Lichtbögen und auch die Geräuschkulisse dabei macht klar, hier wird Kunst und Handwerk zusammen gebracht.

Elle_3Für die Zuschauer ist dabei ein angemessener Abstand angebracht. Der Schweißer schützt seine Augen mit einer Spezialbrille und geht dem Funkenflug aus dem Weg.

Interessierte Zuschauer können sich außerdem vor Ort über die Geschichte des Krans, die Restauration und seine Zukunft als Kulturkran informieren. In Bild, Wort und Text erhalten Sie darüber Auskunft. Zusätzlich können Sie mit dem Erwerb eines schönen Kranbechers die KulturWerkstatt Harburg bei den weiterhin noch anstehenden Arbeiten mit einer Spende unterstützen. Ein großer Teil des Kaufpreises wird dafür verwendet.

Der Kran ist auch ein Anlaufpunkt für Kinder, die an der Stempel-Regatta teilnehmen.

Wir freuen uns auf viele Besucher und sind gespannt darauf, was aus Klaus Elle’s Ideen und Günter Pagel’s handwerklichem Geschick an diesen beiden Tagen entstehen wird!

Schrift_4

Es ist soweit, der Kran hat seine Beschriftung wieder und bei Sonnenschein erstrahlt das Maschinenhaus in sattem Mulchgelb im Kontrast mit den neuen exakten schwarz-weißen Schriftzügen.

Nachdem das Gerüst aufgestellt war, bekam die Fassade den letzten noch notwendigen dritten Anstrich. Voraussetzung war immer eine entsprechend trockene Witterung, damit die Farbe richtig durchhärten konnte. Jetzt warteten alle auf den Schriftenmaler. Aber wie es immer so ist, wenn das Wetter nicht passt, hat der Maler Zeit, bei gutem Wetter hat der Maler gerade keine Zeit. Am Ende ist nun das Ergebnis sichtbar – es ist toll!

Wenn wir noch die alte Bemalung vor Augen haben, die in den vielen Jahren durch Abnutzung und unter ständiger Nachbearbeitung gelitten hatte, haben wir uns jetzt dem Urzustand wieder angeglichen. Der Schriftenmaler hatte sich vom letzten Schriftbild noch die Proportionen abgenommen. Mit diesen Kopien war es dann möglich, das Originalschriftbild mit Hilfe des Computers zu rekonstruieren.

Schrift_1Schrift_2

Mit Schablonen, Klebeband und viel handwerklichem Geschick wurde alles auf die Kranwand übertragen und mit der passenden Spezialfarbe ausgefüllt. Der Mulchkran Nr. 3 erstrahlt wieder in alter/neuer Frische.

Schrift_3Inzwischen haben Roland Remstädt und seine Mitarbeiter fleißig weiter entrostet und gemalt. Das Gerüst ist inzwischen umgebaut, somit können dann auch die nächsten Flächen am Kranportal bearbeitet werden.

Nach dem langen Winter war es an der Zeit, dass der Kran von außen, oben, unten und an den Seiten gesäubert, entrostet und abgedichtet wurde. Außerdem musste noch einmal ein Farbanstrich in Mulchgelb und der Mulch Firmenschriftzug aufgebracht werden.

Dazu wurde der Kran eingerüstet, denn ohne Gerüst sind diese Arbeiten nicht durchzuführen! Roland Remstädt und seine Mitarbeiter warteten sehnsüchtig darauf, aber mal war das Wetter nicht gut und dann passte es dem Gerüstbauer nicht in den Arbeitsablauf.

Aber auch in dieser Wartephase gab es genug zu tun. Im Maschinenhaus wurden die Seiltrommeln überholt und gestrichen. Ebenso die Getriebekästen, die Motoren und natürlich die Bremsen. Ein Seil, bzw. die Seiltrommel soll nicht nur laufen, sondern muss auch gebremst werden. Wie man sieht, haben diese Bremsen Bremsbacken, wie am Auto, und die werden auch mal ausgewechselt!

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Gregor, unser Praktikant, macht sich oben am Kran und unten am Ausleger nützlich und Roland Remstädt arbeitet, dass es nur so qualmt. Er schneidet gerade Dichtungsmatten mit einer Flex zu, die dann später auf dem Dach des Maschinenhauses die Austrittsöffnungen der Seile abdichten werden.

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Am 7. April kam der lang erwartete Anruf: das Gerüst kommt heute! Als ich um 10.00 Uhr mit meiner Kamera am Kran auftauchte, waren die Gerüstbauer schon eifrig bei der Arbeit. Das Wetter war schön, die Sonne schien und alle waren gut gelaunt.

Es ist immer wieder spannend, wenn man als Laie Fachleuten zuschauen kann, die ihr Handwerk verstehen. Aus Stangen, Profilen, Verbindern und Bodenplatten entstand das Gerüst als sichere Grundlage für die kommenden Arbeiten am Kran.

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Zwischendurch dachte ich, ich wäre im Zirkus. Die beiden Monteure turnten wie Hochseilartisten akrobatisch, aber sicher auf dem Gerüst herum und bauten es Stück für Stück zusammen.

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An dieser Stelle gilt unser Dank wieder der Firma Kreft, die uns auch schon das erste Gerüst zur Verfügung gestellt hatte!

Nach kleineren Restarbeiten am nächsten Morgen war alles montiert und Roland Remstädt und seine Jungs konnten endlich loslegen. Inzwischen haben die Seitenwände des Maschinenhauses, nach dem Abdichten und dem Beseitigen des Rosts, ihren letzten Anstrich bekommen. Die Farbe ist trocken und fest – jetzt kann der Schriftenmaler loslegen.

Gerüst_10 Gerüst_11Der Unterboden des Maschinenhauses wird jetzt gesäubert, entrostet und gemalt. Als nächstes kommt das neue Stahlseil, das den Ausleger halten soll.

Dann sieht unser Kran auch wieder aus wie ein Kran und wir können endlich Richtfest feiern!

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Direkt gegenüber dem Kran, am Kanalplatz, liegt das Restaurant Von-Bis in Sichtweite. Sonja Lamaack hat 2007 dieses ungewöhnliche Restaurant eröffnet.Außen_1 Sie hat den unscheinbaren, abgewirtschafteten Imbiss aufwendig renoviert und modernisiert, d.h. eine schöne funktionale Showküche eingebaut und auf dem bequemen und geschmackvollen Mobiliar finden ca. 20 Gäste Platz. Bei Bedarf steht ein beheizter Container 30 weiteren Gästen zur Verfügung.

Showküche bedeutet aber nicht, dass das Zubereiten der Speisen nur Show ist, hier wird noch richtig gekocht. Wenn man am Vormittag einen Kaffee trinkt oder frühstückt, kann man Sonja Lamaack (Bildmitte), Rada Nesovanovic (links) und Svetlana Hansen (rechts) bei ihrer Arbeit zusehen und merkt, wie viel Spaß man beim Kochen haben kann.

Kueche_2Um die Mittagszeit trifft man unsere Kranbauer Roland Remstädt und seine beiden Mitarbeiter im Restaurant an und sie lassen sich eines der drei täglich wechselnden Gerichte schmecken. Man kann zwischen frisch gekochtem Eintopf, kräftiger Hausmannskost und junger, kreativer Küche wählen.

Sonja Lamaack stellt uns diese drei Essen von Mo. bis Fr. kostenlos zur Verfügung und das schon seit Beginn der Kranrestaurierung im letzten Jahr. Bis Juni 2010 haben wir ihre Zusage für eine Fortführung des Sponsorings. Es wird Zeit, dass wir uns an dieser Stelle einmal herzlich bei ihr bedanken.

Wir wünschen ihr, dass ihre Ideen und die viele Arbeit belohnt werden, die Gäste treu bleiben und neue dazu kommen, damit im Sommer dann die geplante Terrasse eröffnet werden kann. Dann wird man vom Restaurant Von-Bis hinübersehen zum Kran, der frisch renoviert in Mulchgelb strahlt!

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Am Mittwoch, den 03. März 2010, stand der Autokran von HPA (Hamburg Port Authority) wieder bereit, um die letzten fertigen Dachteile einzusetzen, eines war ja schon bei der letzten Aktion am 13. Januar 2010 eingebaut worden.streichen_1

Die Bleche wurden zwischenzeitlich im Arbeitszelt entrostet, geschweißt und gestrichen. Das Zelt ist nun abgebaut und die fertigen Dachteile lagen dort aufgereiht für den Einbau.

Die Aktion sollte um 10.00 Uhr beginnen, aber als ich am Kran mit meiner Kamera auftauchte, waren bis auf ein Teil alle anderen schon oben. Der Autokran war wohl etwas früher da und es “flutschte” eben, d.h. alles lief reibungslos. Kein Wunder, es war der selbe Fahrer wie beim letzten Mal und da passte auch alles sehr gut zusammen.

Roland Remstädt meinte nur, ich hätte noch genug zu fotografieren, denn dieses letzte Dachteil sei am schwierigsten zu platzieren.

Dach_1Dach_2Zuerst musste eine neue Kette aus dem Kettenkasten am Haken befestigt werden und zwischenzeitlich sah es so aus, als wollte sich Roland Remstädt selbst an die Kette nehmen und auf das Dach heben lassen. Aber wie so oft ist es nur eine Frage der Perspektive und alles ging normal weiter.

Dach_3Dach_4

Die Kette wurde an drei Punkten am Blech befestigt bevor das Zeichen zum Anheben kam.

Dach_5Dach_6Das große schwere Teil schwebte nun langsam hinauf, um die letzte Lücke im Dach zuschließen. Diese Aktion war tatsächlich schon etwas spektakulärer, jedenfalls für einen Laien wie mich. Der Wind drückte natürlich auf die Fläche, weil sie wie ein Segel im Wind stand. Es war gar nicht so einfach das Blech in die richtige Position zu bringen.

Dach_7Ein Mann hing noch unten am Halteseil, das in weiser Voraussicht vorher angebracht worden war, um die Ausschläge der Platte zu kontrollieren.

Aber natürlich lag das Dachteil plötzlich wie von Zauberhand an der richtigen Stelle. Roland Remstädt und seine Leute haben dann die Feinjustierung vorgenommen, bis alles richtig passte. Das war wieder gute Arbeit und die “Besatzung verließ das Raumschiff” und kehrte zur Erde zurück – so sah es jedenfalls für mich aus.

Dach_9Dach_13Dach_14Nach getaner Arbeit gucken und sehen, dass alles passt, das ist doch ein schönes Gefühl! Die aufgesetzten Dachteile werden erstmal jeweils mit zwei Schrauben geheftet, nach und nach je nach Wetterlage mit Dichtungsmasse verklebt und dann werden alle 20 cm Schrauben für den richtigen Halt gesetzt.

Dach_12Dach_15Herr Hebbel, der Kranführer, verstaute seine Kette wieder im Kasten, und der Autokran mutierte in kurzer Zeit zu einem fast normalen LKW.

Nachdem die nächste große Aktion besprochen und diskutiert war – die Montage des Auslegers – fuhr der Kran zu seinem nächsten Einsatz und die Kran-Mannschaft hatte sich die Kaffeepause wohl verdient.

Als nächstes muss der Ausleger weiter bearbeitet werden, entrosten und streichen, auch die Seile müssen montiert werden. Viele kleinere Teile stehen fertig im Material-Container und strahlen in “Mulchgelb” vor sich hin und warten auf den Einbau.

Rollenstreichen_"Bei dem vielen Gelb ist es eigentlich gar kein Wunder, das die direkt Beteiligten die Welt schon durch die “gelbe Brille” sehen!

Brille

Das ist eine gute Mischung, wie sich am Sonnabend, den 20. Februar 2010, herausstellte.

Die Kaffeerösterei Fehling, am Lotsekai 10, im Harburger Binnenhafen, veranstaltete eine Autorenlesung und ein anschließendes Life-Konzert mit einem Künstler aus der direkten Nachbarschaft. Kultur und Kaffee regen sich ja gegenseitig an und somit erwarteten alle einen schönen Abend.

Die Veranstaltung begann um 19.00 Uhr mit der Lesung eines Autors, der von der Buchhandlung Stein vermittelt worden war. Seine Texte zum Thema Rad fahren waren launig und sein erhobener Zeigefinger sollte die Zuhörer wohl daran erinnern, dass es ja eine gesunde Art der Fortbewegung ist. Lesung_1

Zu der Beziehung Mann – Frau oder umgekehrt – das Thema seines neuesten Buchs – ist ja schon so viel gesagt worden, aber bei allen unterschiedlichen Standpunkten steht doch eines fest, Frauen und Männer sind grundverschieden! Brauchen wir darüber ein weiteres Buch? Nun will ich mich nicht als Literaturkritiker outen, sondern weiter über den Abend berichten.

Den Künstler aus der Nachbarschaft kannten natürlich alle, und sicherlich war die große Mehrheit des Publikums auch seinetwegen da. Gunter Gabriel musste nur sein Hausboot verlassen, ein paar Schritte über die Kaimauer gehen, die Terrassentür der Kaffeerösterei öffnen und stand dann schon fast auf der Bühne. Es gab freudigen Applaus und man merkte gleich, er hat hier ein Heimspiel. Ein paar einleitende Worte, ein bisschen Spiel mit dem Publikum und dann ging es los.

Gunter Gabriel wurde von zwei excellenten Musikern begleitet, einem Bassisten und einem Gitarristen, die zusammen mit der professionellen Technik einen tollen Sound zauberten.

Gabriel_2Gabriel_1Er spielte und sang seine alten Songs, die ihm sicherlich noch immer am Herzen liegen. Das Publikum honorierte das mit viel Beifall.

Die Stücke von seiner neuesten CD “hätte er noch nicht so richtig drauf” meinte er – aber einen Titel hat er dann doch gespielt.

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Einige warteten auf den Gag mit Rex Gildos Bademantel wie angekündigt. Irgendwann stand er dann mit dem quietschbunten Teil auf der Bühne.

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Die Texte zwischen den Liedern waren so manches Mal recht deftig, aber Gunter Gabriel ist ja ein “deftiger Typ”, der schon so so einiges hinter sich und hoffentlich noch vor sich hat!

In einer der Pausen kam dann auch unser Kran-Becher ins Spiel, das war natürlich zwischen Andreas Behn als Veranstalter und ihm abgesprochen. Er bekam einen Becher mit frischem Kaffee gereicht und präsentierte ihn dann auf der Bühne mit dem Hinweis, dass man diesen Becher hier käuflich erwerben könne und er jeden gekauften Becher auf Wunsch mit einer persönlichen Widmung und einem Autogramm versehen würde. Andreas ergänzte noch die Information, dass ein großer Teil des Geldes als Spende direkt in die Kran-Sanierung geht. Die Becher werden am Kaffeetresen für den Verkauf präsentiert.Gabriel_4Becher_Kauf

Neben Kaffee gab es natürlich auch andere anregende Getränke und hungern musste auch keiner. Nach dem Konzert signierte Gunter Gabriel Becher und Autogrammkarten. Er ist ein “Star zum anfassen”, jedenfalls an diesem Abend.Autogramm_1Autogramm_3

Ich finde, es war eine sehr gelungene Veranstaltung und hoffe, dass die Kaffeerösterei mit Andreas Behn seine Absicht verwirklichen kann, so etwas als feste Einrichtung für die Zukunft zu planen.Autogramm_2

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Becher_Kran_BlogDieser formschöne Becher ist als Sponsor-Edition produziert und jeder, der einen Becher kauft, wird somit Kran-Sponsor.

Der Kaufpreis beträgt 9.- Euro pro Stück. Der weitaus größte Teil davon wird von der KulturWerkstatt direkt als Spende für die Sanierungsarbeiten am Mulch-Kran verwendet.

Wenn Sie mehr über die Kran-Sanierung und über die Geschichte des Krans wissen möchten, lesen Sie bitte die Seiten “Startschuss nachgeholt” und “So fing alles an”. Über die laufenden Arbeiten und Ereignisse am Kran informieren die jeweils aktuellen Artikel des Blogs.

Sie können die Becher direkt bei der KulturWerkstatt Harburg e.V. im Harburger Binnenhafen, Kanalplatz 6, 21079 Hamburg, Tel. 040 – 765 26 13, und in der Kaffeerösterei Fehling, Lotsekai 10, 21079 Hamburg, Tel. 040 – 765 78 27, erwerben.

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