Nach einem Jahr ist die denkmalsgerechte Instandsetzung des Mulch-Krans durch die KulturWerkstatt Harburg abgeschlossen.
Am Samstag, den 11. September 2010, wird der Kran zum Tag des offenen Denkmals als Industriedenkmal und Ort kultureller Veranstaltungen – als Kulturkran -feierlich eingeweiht. Der offizielle Akt dazu findet um 19.00 Uhr am Kran statt.
Im Anschluss daran freuen wir uns auf “Hiev op! Requiem auf die Krane” - Openair am Kran!
Das Gastspiel des Theaters in der Speicherstadt ist eine Hommage an die klassischen Hebezeuge der Stückgutzeit als Sprechoratorium für Sprecher, Chor und Brass Quartett.
Buch: Michael Batz, Musik: Markus Voigt
Sprecher/ Gesang: Robin Brosch, Jörg Gillner, Torsten Hamann, Patricia Rieckhof, Erik Schäffler
Brass Markus Voigt Quartett: Nicolas Boysen – Trompete, Edgar Herzog – Altsaxophon, Rainer Sell – Posaune, Markus Voigt – Tuba
Aus keiner Hafenstadt waren sie wegzudenken: Krane an den Hafenkanten und Kailinien. Die unverwechselbare Silhouette der Auslegerriesen mit Voll- und Halbportal prägte die Landschaften des Umschlags und der Transporte. Die moderne Geschichte der Stückgutzeit ist auch die Geschichte ihrer Hebezeuge zwischen Schiff und Schuppen.
Mit der Umstellung auf Containerfracht haben sich die Häfen verändert. Die Krane der Stückgutzeit wurden abgewrackt, verschwanden mehr und mehr aus dem alltäglichen Hafenbild und blieben nur noch einzeln als Museumsstücke erhalten: Als Milieustifter in der HafenCity oder im Hafenmuseum am Australiakai.
Die Anregung zu diesem Requiem – nicht auf die menschliche Seele, sondern übertragen auf die großen Arbeitsmaschinen des Hafens – geht zurück auf Gespräche mit ehemaligen Kampnagel-Kranbauern. Das Verschwinden ihrer Lebensarbeit, der Hafenkrane, ging einigen von ihnen so nahe, dass sie vom Verlust ihrer Seele und vom eigenen Verschwinden sprachen: „Wenn die jetzt weg gehen, ist es so, als wären wir nie da gewesen.“
Gerettete und restaurierte Krane wie der Kulturkran Harburg dokumentieren dagegen bis heute, dass ihre Bedeutung nicht verloren ist. Dienen sie jetzt doch einem erweiterten imaginären Umschlag, indem sie nicht nur Gefühle heben, sondern auch Erinnerungen transportieren und Zeichen setzen für kulturelle Güter an Orten des Wandels.
In einem Sprechoratorium mit Musik wird die Zeit der klassischen Krane noch einmal zurück geholt. Baubeschreibungen, Konstruktionspläne, Prospektunterschriften sowie Lebenserinnerungen sind in den Text eingegangen.
Der Eintritt ist frei – Spenden für den Kran sind erwünscht!
Speisen und Getränke am Kai.
Barkassen-Shuttle: 18.30 Uhr ab Landungsbrücken / Brücke 10 (60 Plätze) in den Harburger Binnenhafen, Rückfahrt von dort ab 21.45 Uhr.
Einfache Fahrt 5 Euro, Hin- und Rückfahrt 8 Euro.
Veranstalter ist die KulturWerkstatt Harburg e.V., Kanalplatz 6, 21079 Hamburg, Telefon 040 – 765 26 13.
Für alle, die es noch nicht wissen – Standort des Krans: gegenüber der KulturWerkstatt am Lotsekai im Harburger Binnenhafen.
Mit Plakaten und zahlreichen Handzetteln möchten wir auf diese Veranstaltung aufmerksam machen und freuen uns auf viele Besucher.






























































































































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