Am Mittwoch, den 03. März 2010, stand der Autokran von HPA (Hamburg Port Authority) wieder bereit, um die letzten fertigen Dachteile einzusetzen, eines war ja schon bei der letzten Aktion am 13. Januar 2010 eingebaut worden.
Die Bleche wurden zwischenzeitlich im Arbeitszelt entrostet, geschweißt und gestrichen. Das Zelt ist nun abgebaut und die fertigen Dachteile lagen dort aufgereiht für den Einbau.
Die Aktion sollte um 10.00 Uhr beginnen, aber als ich am Kran mit meiner Kamera auftauchte, waren bis auf ein Teil alle anderen schon oben. Der Autokran war wohl etwas früher da und es “flutschte” eben, d.h. alles lief reibungslos. Kein Wunder, es war der selbe Fahrer wie beim letzten Mal und da passte auch alles sehr gut zusammen.
Roland Remstädt meinte nur, ich hätte noch genug zu fotografieren, denn dieses letzte Dachteil sei am schwierigsten zu platzieren.

Zuerst musste eine neue Kette aus dem Kettenkasten am Haken befestigt werden und zwischenzeitlich sah es so aus, als wollte sich Roland Remstädt selbst an die Kette nehmen und auf das Dach heben lassen. Aber wie so oft ist es nur eine Frage der Perspektive und alles ging normal weiter.
Die Kette wurde an drei Punkten am Blech befestigt bevor das Zeichen zum Anheben kam.

Das große schwere Teil schwebte nun langsam hinauf, um die letzte Lücke im Dach zuschließen. Diese Aktion war tatsächlich schon etwas spektakulärer, jedenfalls für einen Laien wie mich. Der Wind drückte natürlich auf die Fläche, weil sie wie ein Segel im Wind stand. Es war gar nicht so einfach das Blech in die richtige Position zu bringen.
Ein Mann hing noch unten am Halteseil, das in weiser Voraussicht vorher angebracht worden war, um die Ausschläge der Platte zu kontrollieren.
Aber natürlich lag das Dachteil plötzlich wie von Zauberhand an der richtigen Stelle. Roland Remstädt und seine Leute haben dann die Feinjustierung vorgenommen, bis alles richtig passte. Das war wieder gute Arbeit und die “Besatzung verließ das Raumschiff” und kehrte zur Erde zurück – so sah es jedenfalls für mich aus.


Nach getaner Arbeit gucken und sehen, dass alles passt, das ist doch ein schönes Gefühl! Die aufgesetzten Dachteile werden erstmal jeweils mit zwei Schrauben geheftet, nach und nach je nach Wetterlage mit Dichtungsmasse verklebt und dann werden alle 20 cm Schrauben für den richtigen Halt gesetzt.

Herr Hebbel, der Kranführer, verstaute seine Kette wieder im Kasten, und der Autokran mutierte in kurzer Zeit zu einem fast normalen LKW.
Nachdem die nächste große Aktion besprochen und diskutiert war – die Montage des Auslegers – fuhr der Kran zu seinem nächsten Einsatz und die Kran-Mannschaft hatte sich die Kaffeepause wohl verdient.
Als nächstes muss der Ausleger weiter bearbeitet werden, entrosten und streichen, auch die Seile müssen montiert werden. Viele kleinere Teile stehen fertig im Material-Container und strahlen in “Mulchgelb” vor sich hin und warten auf den Einbau.

Bei dem vielen Gelb ist es eigentlich gar kein Wunder, das die direkt Beteiligten die Welt schon durch die “gelbe Brille” sehen!














No comments
Comments feed for this article
Trackback link: http://www.kran-fuer-harburg.de/wordpress/wp-trackback.php?p=932