Das ist eine gute Mischung, wie sich am Sonnabend, den 20. Februar 2010, herausstellte.
Die Kaffeerösterei Fehling, am Lotsekai 10, im Harburger Binnenhafen, veranstaltete eine Autorenlesung und ein anschließendes Life-Konzert mit einem Künstler aus der direkten Nachbarschaft. Kultur und Kaffee regen sich ja gegenseitig an und somit erwarteten alle einen schönen Abend.
Die Veranstaltung begann um 19.00 Uhr mit der Lesung eines Autors, der von der Buchhandlung Stein vermittelt worden war. Seine Texte zum Thema Rad fahren waren launig und sein erhobener Zeigefinger sollte die Zuhörer wohl daran erinnern, dass es ja eine gesunde Art der Fortbewegung ist. 
Zu der Beziehung Mann – Frau oder umgekehrt – das Thema seines neuesten Buchs – ist ja schon so viel gesagt worden, aber bei allen unterschiedlichen Standpunkten steht doch eines fest, Frauen und Männer sind grundverschieden! Brauchen wir darüber ein weiteres Buch? Nun will ich mich nicht als Literaturkritiker outen, sondern weiter über den Abend berichten.
Den Künstler aus der Nachbarschaft kannten natürlich alle, und sicherlich war die große Mehrheit des Publikums auch seinetwegen da. Gunter Gabriel musste nur sein Hausboot verlassen, ein paar Schritte über die Kaimauer gehen, die Terrassentür der Kaffeerösterei öffnen und stand dann schon fast auf der Bühne. Es gab freudigen Applaus und man merkte gleich, er hat hier ein Heimspiel. Ein paar einleitende Worte, ein bisschen Spiel mit dem Publikum und dann ging es los.
Gunter Gabriel wurde von zwei excellenten Musikern begleitet, einem Bassisten und einem Gitarristen, die zusammen mit der professionellen Technik einen tollen Sound zauberten.

Er spielte und sang seine alten Songs, die ihm sicherlich noch immer am Herzen liegen. Das Publikum honorierte das mit viel Beifall.
Die Stücke von seiner neuesten CD “hätte er noch nicht so richtig drauf” meinte er – aber einen Titel hat er dann doch gespielt.
Einige warteten auf den Gag mit Rex Gildos Bademantel wie angekündigt. Irgendwann stand er dann mit dem quietschbunten Teil auf der Bühne.

Die Texte zwischen den Liedern waren so manches Mal recht deftig, aber Gunter Gabriel ist ja ein “deftiger Typ”, der schon so so einiges hinter sich und hoffentlich noch vor sich hat!
In einer der Pausen kam dann auch unser Kran-Becher ins Spiel, das war natürlich zwischen Andreas Behn als Veranstalter und ihm abgesprochen. Er bekam einen Becher mit frischem Kaffee gereicht und präsentierte ihn dann auf der Bühne mit dem Hinweis, dass man diesen Becher hier käuflich erwerben könne und er jeden gekauften Becher auf Wunsch mit einer persönlichen Widmung und einem Autogramm versehen würde. Andreas ergänzte noch die Information, dass ein großer Teil des Geldes als Spende direkt in die Kran-Sanierung geht. Die Becher werden am Kaffeetresen für den Verkauf präsentiert.

Neben Kaffee gab es natürlich auch andere anregende Getränke und hungern musste auch keiner. Nach dem Konzert signierte Gunter Gabriel Becher und Autogrammkarten. Er ist ein “Star zum anfassen”, jedenfalls an diesem Abend.

Ich finde, es war eine sehr gelungene Veranstaltung und hoffe, dass die Kaffeerösterei mit Andreas Behn seine Absicht verwirklichen kann, so etwas als feste Einrichtung für die Zukunft zu planen.






















Wir können jetzt nur hoffen, dass die Wetterlage auch wieder Arbeiten im “Freien” und nicht nur im Zelt zulässt, damit Herr Garbe bei seinem nächsten Besuch am Kran weitere Fortschritte beurteilen kann!






Ca. 13 t Gewichte wurden so wieder im Maschinenhaus festgemacht. Ohne diese Kontergewichte kann auch der Ausleger nicht montiert werden und natürlich ist der Kran dann auch nicht einsatzfähig!





Eine gute Stunde war vergangen und alle Gewichte und das Dachblech waren an ihrem Platz und wir konnten uns bei Herrn Riedel von HPA und dem Kranführer Volker Hebbel für die tolle Arbeit mit je einem “Kranbecher” bedanken.







Als erstes musste der Ausleger demontiert werden. Dazu wurden Bolzen und die Lastseile entfernt. Der Ausleger wurde dann von einem Autokran vorsichtig gehalten und langsam mit dem einen Ende auf Holzbohlen abgelegt. Nachdem auch die Festhaltebolzen am Maschinenhaus herausgedrückt waren, konnte der Autokran den Ausleger vollständig heraus heben und auf dem Boden ablegen. Für einen Nichtfachmann war das eine spektakuläre Aktion, aber auch den Fachleuten war anzumerken, dass alle froh waren, als der Ausleger wohlbehalten an seinem Platz lag.
Danach wurde das Hubseil entfernt und ca. 600 Schrauben mussten heraus gedreht oder abgetrennt werden. Jetzt konnte auch das Geländer und der Aufstieg am Ausleger entfernt werden.



Ab dem 24. August wurde der Ausleger entrostet. Einige Teile mussten auch erneuert werden, um die Sicherheit und die Funktion wieder herzustellen.




Danach war wieder Alltag und die Entrostungsarbeiten wurden fortgesetzt. Zwischenzeitlich war auch die neue Farbe verfügbar – das berühmte Mulch-Gelb – und somit konnte der Ausleger ab dem 01.09 09 gestrichen werden. An dieser Stelle gilt unser Dank Frau Mulch, denn sie hat die Kosten für die Farbe übernommen.
Um die weiteren Arbeiten durchführen zu können musste ein Gerüst aufgebaut werden. Hier hat uns die Firma Kreft sehr geholfen indem sie die Gerüstteile und auch den fachgerechten Auf- und Abbau sponsert. Am 05.09.09 wurden die ersten Gerüstteile aufgestellt und es konnte mit der Entrostung des Turms begonnen werden. Auch die Seitenbleche und Profile des Maschinenraums wurden nach und nach entrostet und gegebenenfalls ersetzt. Die neuen Bleche und Winkeleisen wurden von der Firma August Prien gesponsert – herzlichen Dank!
Am 08. Oktober 2009 hatte der Kran interessierten Besuch. Auf Einladung der Kulturwerkstatt waren 17 Schülerinnen und Schüler, die “Fische-Lerngruppe” der Schule Grumbrechtstraße und Ihre Lehrerinnen, in den Harburger Binnenhafen gekommen. Die Erst- und Zweitklässler waren trotz Regenwetters guter Laune und auch gut zu Fuß und so auch zum Kran gekommen. Begleitet wurden sie von Gorch von Blomberg von der Kulturwerkstatt und mit großen Augen lauschten sie seinen erklärenden Worten. Auch Roland Remstädt nahm sich die Zeit, um den Kindern etwas über den Kran und seine Arbeit dort zu berichten. (Siehe auch Pressebericht
Um etwas wetterunabhängiger beim Schweißen, Entrosten und Streichen zu sein, wurde ein Zelt aufgestellt und als “Arbeitsraum” genutzt. Am 30.09.09 wurde das erste sanierte Seitenteil mit Hilfe eines Flaschenzugs gehoben und wieder eingebaut. Das Gerüst musste umgebaut werden und der Kran hin und wieder um 30° gedreht werden, um weiterarbeiten zu können. Diese Drehung konnte nur mit Hilfe eines Kettenzugs erfolgen, nachdem die Bremse des Drehkranzes kurzfristig gelöst wurde.
Der kleine Autokran der Firma Prien leistete bei der Montage der weiteren Seitenteile immer wieder große Dienste. Insgesamt waren es 9 Stück, die hochgezogen und neu verschraubt werden mussten.
Inzwischen haben wir Ende Dezember, Weihnachten steht vor der Tür und der Winter mit Schnee und Eis hat auch den Mulch-Kran im Griff. Roland Remstädt und seine wichtigsten Mitarbeiter sind trotzdem an der Baustelle um jede Gelegenheit zu nutzen, um weiter zu arbeiten. Als nächstes sollen wohl die Kontergewichte wieder eingebaut werden – darüber aber mehr im nächsten Bericht!











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